Fernsehen abmelden: GEZ-Abmeldung leicht gemacht

Wer einmal in der Datenbank der GEZ gelandet ist, dem könnte die Abmeldung einige Schwierigkeiten bereiten. Das Abmelden ist nicht so einfach wie zum Beispiel die Kündigung einer Vereinsmitgliedschaft oder eines Zeitung-Abonnements. Damit der Abmeldewunsch fristgemäß und sicher funktioniert, gibt es einige Grundregeln, die beachtet werden sollten.

Zuerst gilt, dass die GEZ-Abmeldung unbedingt in schriftlicher Form erfolgen muss. Ein Anruf bei der Zentrale würde nicht als wirksame GEZ-Kündigung gelten. Zudem ist die Abmeldung nur mit der eigenen Unterschrift gültig, was die Abmeldung per Email erschwert. Wer diesen Weg nutzen möchte, der kann die Gültigkeit nur mit einer elektronischen Signatur erreichen. Am einfachsten ist daher der Weg per Post oder per Fax. Hierfür werden in öffentlichen Einrichtungen wie zum Beispiel dem Rathaus vorgefertigte Abmelde-Formulare bereitgehalten. Wer sich den Gang dorthin ersparen möchte, der kann sich das entsprechende Formular auch auf der Internetseite der GEZ downloaden und ausdrucken. Das Formular gibt es einmal für Privatpersonen und einmal für Geschäftspersonen, welche GEZ-Gebühren für Ihren Betrieb bezahlen.
Auf dem Abmeldeformular sind alle nötigen Punkte erfasst, die für diesen Zweck benötigt werden. Ein besonderes Augenmerk sollte dabei auf den Grund für die Fernsehen-Abmeldung gelegt werden, denn hieran scheitern die meisten Abmeldungen.

Die stichhaltige Begründung der GEZ-Abmeldung

Eine reine GEZ-Kündigung reicht für die Abmeldung nicht aus, sie muss mit guten Argumenten begründet werden, und diese sollte man mit entsprechenden Belegen bekräftigen. Welche Argumente für eine Abmeldung ausreichend sind, darüber äußert die GEZ sich nicht pauschal. Aus den Erfahrungen ehemaliger Rundfunkgebühren-Teilnehmer hat sich gezeigt, dass zum Beispiel der Umzug in eine WG, der Zusammenzug mit dem Lebensgefährten oder auch die Auswanderung ins Ausland genug Begründung liefern. Natürlich sollte bei der Begründung von dem Zusammenzug mit anderen Personen belegt werden, dass von dem Wohngefährten bereits die Gebühren bezahlt werden.
Schwieriger wird die Abmeldung aufgrund nicht mehr vorhandener Rundfunkgeräte. Ob durch Zerstörung, Verkauf oder Diebstahl der vorher angemeldeten Geräte – die Belege hierüber (wie zum Beipiel die Verlustmeldung bei der Polizei) sind unbedingt miteinzureichen.

Zu beachten ist, dass bereits die Verfügbarkeit der Rundfunkgeräte die Gebührenpflichtigkeit aufrecht erhält. Und zu diesen gehören auch die neuartigen Geräte wie zum Beispiel Handys mit einem möglichen Radioempfang oder das Autoradio.
Eine bewusste Angabe von falschen Tatsachen beim Fernsehen abmelden kann übrigens als Betrug geltend gemacht werden und sollte von daher unbedingt vermieden werden.

Das ist noch wichtig zu wissen zum Thema Fernsehen abmelden

Damit die Begründung der Abmeldung deutlich beschrieben wird, kann es sinnvoll sein, dass ein Musterschreiben ergänzend zum Formular eingereicht wird. Entsprechende Musterschreiben kann man zum Beispiel bei der Verbraucherzentrale erhalten.
Die Abmeldung kann niemals rückwirkend erfolgen, sie ist immer auf die Zukunft gerichtet und gültig ab Ende des laufenden Monats. Wenn zum Beispiel im Mai gekündigt ird, dann muss für den Monat Mai noch die Gebühr für die Rundfunkgeräte bezahlt werden. Da man im Zweifelsfall in der Beweispflicht ist, dass die GEZ die Abmeldung fristgerecht erhalten hat, sollte man sich für diese eine Empfangsbestätigung geben lassen, ein Einschreiben wäre hier eine gute Maßnahme.