Deutsche Kultfilme aus den 60ern: welche kommen regelmäßig im TV

Die 60er Jahre bedeuteten einen Umbruch für die deutsche Filmlandschaft. Durch die immer bessere Fernsehtechnik wurde das Kino unpopulär. War in den 40er und 50er Jahren das Kino noch das Tor zur Filmwelt, so besaß in den 60er Jahren schon fast jeder Haushalt einen Fernseher. Filmisch gesehen war die filmische Verarbeitung des 2. Weltkrieges langsam rückläufig, trotzdem entstanden noch Werke des Anti-Kriegs Genres. Die Kinobranche reagierte auf die Rückläufigkeit mit Produktionen, die zwar hohe Besucherzahlen sicherten, jedoch einen Entwicklungsstillstand zur Folge hatten, denn gegenwartsbezogenes und junges Kino hatte wenig Chancen. Das Kinosterben setzte ein. Während der westdeutschen Spielfilmtage in Oberhausen proklamierte daraufhin die junge Regie- und Filmszene das Oberhausener Manifest mit dem Leitsatz `Papas Kino ist tot`und setzte daraufhin neue Maßstäbe.

Deutsche Kultfilme aus den 60ern – Eine Auswahl

Der brave Soldat Schwejk (1960)

Die deutsche Literaturverfilmung des gleichnamigen Romans `Der brave Soldat Schweijk` wurde am 22. September 1960 in Köln uraufgeführt. Er wurde als bester fremdsprachiger Film für den Golden Globe nominiert und handelt von einem sympathischen und naiven Überlebenskünstler, der im 1. Weltkrieg in die ungarisch-österreichische Armee eingezogen wird.

Das Brot der frühen Jahre (1962)

Regisseur Herbert Vesely erzählt hier die 1955 entstandene Erzählung Heinrich Bölls. Das Zeitkritische Drama befasst sich mit den Tücken der `Generation Krieg` und deren Schwierigkeiten in der Nachkriegszeit. Er erhielt fünf Bundesfilmpreise und wurde für die Filmfestspiele in Cannes nominiert.

Der Schatz im Silbersee (1962)

Die erste der bekannten Karl-May Verfilmungen spielt natürlich im wilden Westen und ist ein absoluter Kassenschlager. Er erhält unter Anderem 1963 den Bambi für den kommerziell erfolgreichsten Film. Die Handlung ist geprägt von Cowboys, Indianern, einer Schatzsuche und dem abenteuerlich-romantischen wilden Westen. Auch die zweite Verfilmung Winnetou Teil 1, der 1 Jahr später in die Kinos kam war ähnlich erfolgreich.

Die Spur der Steine (1966)

Der zeitkritische Gegenwartsfilm wurde drei Tage nach der Uraufführung verboten und durfte erst wieder 1989 in der DDR gezeigt werden. Der Film handelt von Individualität im sozialistischen Einheitsgewand und wurde 1990 auf der Berlinale gezeigt. Während des DDR-Regimes galt er als antisozialistisch.

Der Bucklige von Soho (1966)

Dieser Film ist stellvertretend für die erfolgreiche Filmreihe der Edgar Wallace-Krimis, welche in den 1960er Jahren im TV liefen. Die Filmfirma Rialto erwarb die Rechte an fast allen Edgar-Wallace Erzählungen und so liefen weitere 32 Verfilmungen in den 60ern im TV, für die ausschließlich der Produzent Horst Wendlandt federführend war. Die Krimireihe begründete ein neues, kreatives und innovatives Krimi-Genre